ANNEGRET RITZEL, Regisseurin
ANNEGRET RITZEL, Regisseurin

Annegret Ritzel, Regisseurin

 

Die gebürtige Bad Emserin Annegret Ritzel stammt aus einer Musikerfamilie. So erstaunt es nicht, dass es sie schon früh zur Bühne und Kunst zog. In Wien und München studierte sie Theaterwissenschaft, Soziologie und Philosophie. Bald inszenierte sie in großen Städten wie Berlin, Bielefeld, Düsseldorf, Weimar, Karlsruhe, Bremen, am Thalia Theater Hamburg und in der Frankfurter Oper sowohl Schauspiel- als auch Musiktheater und durfte sich über Erfolge und Publikumsgunst freuen.


Entsprechend folgte1987 Annegret Ritzels erstes dauerhaftes Engagement als 1. Spielleiterin bei den Städtischen Bühnen Dortmund. Durchschlagenden Erfolg feierte sie dort mit der Inszenierung von Tschechows „Platonow“, welche in Folge zum Berliner Theatertreffen 1988 eingeladen wurde.


Originalzitat des Berliner Tageblattes: „Annegret Ritzel blieb eine der heimlichen Siegerinnen des Wettbewerbs.“


Der Bekannte Kritiker Michael Merschmeier von Theater Heute resümierte „Annegret Ritzels Geniestreich hat zwei Voraussetzungen: zum einen die gerechte Aufteilung ihrer Regieaufmerksamkeit und Zuneigung auf alle Figuren, zum anderen beherrscht Ritzel unvergleichlich das „Reich der Zwischentöne“… Der furiose Beginn erlaubte, sogleich an ein Provinz-Wunder-Ensemble zu glauben. Es ist ein hoffnungsvoller Aufbruch.“


1990 wurde Annegret Ritzel Oberspielleiterin am Staatstheater Wiesbaden. Von 1992 bis 1997 war sie dort äußerst erfolgreich als Schauspieldirektorin tätig. In den folgenden Jahren inszenierte sie regelmäßig an den großen Bühnen der Schauspiel- und Opernhäuser Deutschlands. Ab 1999 war sie Intendantin am Theater der Stadt Koblenz, wo sie zugleich die die Open Air-Festungsspiele Ehrenbreitstein leitete.


Herausragende Erfolge erlangte Annegret Ritzel mit ihren spektakulären Operninszenierungen. Ob „Lulu“ in Nürnberg oder „Norma“ unter der musikalischen Leitung von Michael Gielen an der Berliner Staatsoper Unter den Linden als auch „Cosi fan tutte“ an der Frankfurter Oper – stets wurden ihre Inszenierungen gefeiert und vom Publikum bejubelt. Bevorzugt arbeitet Annegret Ritzel dabei mit dem herausragenden Bühnenbildner Johannes Leiacker, der kongenial oben genannte Opern ausstattete.

Bezeichnend für Annegret Ritzels Nachhaltigkeit sind ihre vierzehn Jahre andauernde Tätigkeiten als Dozentin an der Otto-Falckenberg-Schule in München sowie die zwei Jahre am Konservatorium der Stadt Wien. Desweiteren verbrachte sie drei intensive Jahre als Regiedozentin an der Hochschule für Darstellende Kunst in Frankfurt.


Als intensives Erlebnis und Meilenstein ihrer Karriere kann Annegret Ritzel auf die Inszenierung von Richard Wagners „Tristan und Isolde“ zurück blicken, für welche sie eine geniale Raumlösung entwickelte.


Originalzitat Wiener Merker, Dr. Pfabigan: „Ihre eigentliche Großtat ist die Personenregie…  So kam eine festspielwürdigere Inszenierung zustande, als die jüngst am grünen Hügel gezeigte.“

www.annegretritzel.de
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